Mit dem Nikolaus unterwegs
AWO Residenz Diez
Seinen ersten Besuch im Jahr 2025 führte den Nikolaus zu den Senioren in die AWO Residenz Diez. Manche glaubten dort doch tatsächlich, ihren Seelsorger Hilmar Dutine unter der Mitra und im Bischofsgewand zu erkennen. Doch dieser meinte nur trocken: "Tstststs", als ob Herr Dutine schon jemals so prachtvoll wie er gekleidet wäre. Und nahm dies gleich zum Anlass, den Unterschied zwischen der Weihnachtsmann- und der Nikolauskleidung zu erklären.
Trotz dieser Irritation hatten einige Bewohner und Bewohnerinnen Gedichte und Geschichten für den Heiligen Nikolaus parat.
Anschließend gab es neben richtig leckerem Punsch und Glühwein auch noch selbstgemachte Waffeln. Da wurde auch einem Nikolaus warm ums Herz.
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AWO Pflege Diez
Am Freitag Morgen (5.12.) ging es für den Nikolaus in die AWO Pflege in Diez. Gemeinsam mit 40 Bewohnern und Bewohnerinnen feierte er den wöchentlichen Gottesdienst. Herr Dutine, der sonst die katholische Andacht gestaltet, war leider auch heute kurzfristig ausgefallen - hatte aber im Nikolaus einen würdigen Ersatz geschickt.
Und auch die Mitfeiernden meinten, dass der Nikolaus mindestens genau so würdevoll die Andacht gestaltete, wie sie es gewohnt seien. Immerhin, so meinte eine Bewohnerin grinsend, ist er ja auch ein Bischof und kennt sich folglich mit Gottesdiensten aus.
Anschließend nahm der Heilige sich noch die Zeit, die einzelnen Wohnbereiche und damit die zu besuchen, die nicht zum Gottesdienst kommen konnten. Dabei stellte er fest, dass die Melodie und der Text von "Lasst uns froh und munter" selbst bei denen noch fest verankert ist, die ansonsten eher in ihrer eigenen Welt leben. "Musik erreicht den Menschen auf einer anderen Ebene", murmelte er nachdenklich.
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Seniorenzentrum Haus Deul Diez
Und wieder war es soweit: Unser Nikolaus kam durch die Tür - und wurde mit einem "ich weiß, wer Sie sind" begrüsst. "Natürlich wissen Sie das", konterte er, "schließlich kennt mich jedes Kind. Ich bin der heilige Nikolaus." Und schon war der Bann gebrochen und ein Lachen setzte unter den Bewohnern, Bewohnerinnen und Personal ein. "Na, dann wollen wir mal mein Lied singen", forderte Nikolaus die Anwesenden auf. Und aus vielen Kehlen erklang "Lasst uns froh und munter sein."
Mit Blick auf sein Leben erzählte Nikolaus, wie Seeleute in Not gerieten. Ein starker Sturm kam auf und das Boot drohte zu kentern. In ihrer Not beteten sie zu Gott. Auf einmal sahen sie schemenhaft am Horizont eine Gestalt mit Mitra. Wer könne das nur sein? fragten sie sich. Aber sie fanden keine Antwort. Der Sturm legte sich und das Schiff konnte sicher im nächsten Hafen anlegen. Froh und glücklich über die Rettung gingen die Seeleute in die Kirche, um eine Kerze zu entzünden. Es war gerade heilige Messe, die der Bischof Nikolaus zelebrierte. Als die Seeleute das Gotteshaus betraten und ihn sahen, wussten sie, wer sie im Auftrag Gottes gerettet hatte. So wurde Nikolaus zum Schutzheiligen der Schifffahrer.
Nach dieser Legende schlug Frau Euteneuer vor, dass man gemeinsam singen könne. Die entsprechenden Liedzettel lagen bereits auf den Tischen aus. Doch zur großen Verwunderung hielt der Sänger Peter Alexander sich nicht an den vorgegebenen Text, sondern hatte eine eigene Fassung auf seiner Weihnachtsschallplatte veröffentlicht. Auch hier wusste der Nikolaus Rat: "Spielen Sie die Fassung von Simone Sommerland. Die stimmt immer mit den Originaltexten überein." Gesucht, gefunden und die Lieder konnten doch noch gesungen werden.
Anschließend ging der Nikolaus zu jedem Bewohner und Besuchenden der Tagespflege, um einen Schokonikolaus zu überreichen. Zu seiner Verwunderung holte dabei so mancher der Senioren sein Smartphone aus der Tasche, um ein Selfie mit dem Heiligen zu machen und dies dann auch gleich per WhatsApp an die Kinder und Enkel zu schicken. "Auch die Welt in den Seniorenheimen ist modern geworden", schmunzelte der Nikolaus beim Abschied.
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Familiengottesdienst mit den Kommunionkindern in St. Petrus Katzenelnbogen
Ein wenig Enttäuschung war schon in der Kirche St. Petrus Katzenelnbogen zu spüren. Da war ein Familiengottesdienst mit Nikolaus angekündigt - und wer eröffnete die Andacht? Pastoralreferentin Karin Stump und Gemeindereferent Hilmar Dutine. "Wo bleibt nur der Nikolaus?" fragte sich so manches Kind.
Doch nach dem Evangelium war es endlich soweit. Es klopfte laut an der Sakristeitür. Frau Stump ging hin, öffnete sie - und da stand er: Der Nikolaus.
Freudig bat ihn die Pastoralreferentin in die Kirche. Und dann plauderten die Beiden miteinander: Über die unterschiedliche Kleidung von Weihnachtsmann und Nikolaus, seit wann es das Christkind gibt und was der Nikolaus Gutes in der Welt bewirkte. Es ist egal, ob Weihnachtsmann, Nikolaus oder Christkind - alle wollen Frieden in der Welt, so lautete ihr Fazit.
Natürlich gab es nach dem Gespräch auch noch einen Schokonikolaus aus dem Fair-Trade-Handel für jedes Kind.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Herrn Orth auf seiner Querflöte.
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Katholische Kita Balduinstein
Es war schon dunkel auf dem Außengelände unserer Kita in Balduinstein. Seit über einer Stunde feierten die Familien zusammen mit den Erzieherinnen ihr Adventfest. Neugierig wanderten die Blicke immer wieder Richtung Eingangstür. Wann würde es endlich soweit sein und der Heilige Nikolaus kommen?
Und dann war es soweit. Groß und stattlich tauchte er aus der Dunkelheit auf. Natürlich wussten die Kinder sofort, dass es der "echte" Nikolaus war, der sie besuchte. Denn sie hatten in den Tagen zuvor schon viel von ihm gehört: Seinem Bischofshut namens Mitra, dem Hirtenstab und dem Bischofsgewand.
"Er ist ein Freund der Kinder", so hatten die Erzieherinnen erklärt. Aber jetzt, wo er leibhaftig vor ihnen stand, war ihnen schon ein wenig mulmig zumute. Aber mit seiner zugewandten Art schaffte es der Nikolaus, dass auch die Ängstlichen die Hand der Mama oder des Papa losließen und ihr einstudiertes Gedicht und Lied im Chor vortrugen. Und dann kam der große Moment: Der Nikolaus hatte für jedes Kind ein Geschenk dabei. DIese hatten die Erzieherinnen bereits im Vorfeld liebevoll verpackt. Und so endete ein ereignisreicher Nachmittag in unserer Kita Balduinstein.
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St. Vincenzkrankenhaus Diez
Am Nikolaustag führte es unseren Heiligen an den Ort, an dem Krankheit und Genesung eine wichtige Rolle spielen: ins St. Vincenzkrankenhaus Diez. Unterstützung bekam er dabei von einem Weihnachtsengel. Und wenn sie an den Zimmertüren anklopften und in die Räume eintraten, huschte ein Strahlen über das Gesicht der meisten Patienten und Patientinnen. "Sie sind die schönste Überraschung, die mir heute passieren konnte", hörten Nikolaus und sein Engel nicht nur einmal. Als kleines Präsent schenkten sie den Patienten und natürlich auch deren Besucher sowie dem Klinikpersonal kleine Holzengel-Anhänger. "Der bekommt einen Ehrenplatz am Baum zu Hause", versprach eine Patientin.
Und ein anderer Patient, der aus den Niederlanden stammte, erzählte von den Bräuchen seiner Heimat.
"Hättest Du statt dem Heiligenschein einen Lichterkranz auf dem Kopf, dann wärst Du die Heilige Lucia", fiel einer weiteren Patientin mit Blick auf den Weihnachtsengel ein.
Tief bewegt und mit vielen Eindrücken verließen der Nikolaus und sein Engel das Krankenhaus, um an weiteren Orten Freude und Friede zu verbreiten.
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Seniorenzentrum Haus Schönblick Diez
Wenn die Menschen nicht zum Weihnachtsmarkt kommen können, kommt der Weihnachtsmarkt einfach zu den Menschen. Nach diesem Grundsatz handelt schon seit einigen Jahren das Seniorenzentrum Haus Schönblick. Im festlich geschmückten Foyer stand ein großer Weihnachtsbaum. Daneben wartete der Stoffesel namens "Ole" in Originalgröße eines Tieres auf Besucher, die sich gerne mit ihm fotografieren oder gar auf ihm reiten wollten. Viele Stände, die die typischen Weihnachtsmarktartikel wie Handarbeiten und selbst gebackene Plätzchen anboten, rundeten den Weihnachtsmarkt ab.
Natürlich ließen es sich der Nikolaus und der Weihnachtsengel nicht nehmen, auch diesem weihnachtlichen Ort einen Besuch abzustatten, vom Frieden Gottes auf Erden zu berichten und Süßigkeiten zu verteilen.
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AWO Kita "Am Hain" Diez
"Sei gegrüßt, lieber Nikolaus, wieder gehst du von Haus zu Haus". Aus voller Kehle sangen die 45 Kinder, ihre Eltern und die Erzieher und Erzieherinnen der AWO Kita das Begrüßungslied, als es plötzlich laut an der Tür klopfte. Würdevoll schritt er den Raum ab, damit jedes Kind den Nikolaus einmal in voller Pracht und Größe sehen konnte. Dann fragte er die Kinder, ob sie ihn denn kennen würden. "Du bist der Nikolaus", schallte es ihm entgegen. "Und Du hast armen Kindern geholfen und ihnen Gold geschenkt, damit sie nicht verkauft werden mussten", ergänzte ein Mädchen. Der Nikolaus fragte, ob die Kinder denn auch die Geschichte mit dem Korn kennen würden. Dies verneinten die kleinen Zuhörer. Und so erzählte er die Legende, wie er von einem im Hafen liegenden Schiff Getreide erbettelte, damit die hungernde Bevölkerung von Myra Brot backen konnte. Als der Kapitän am Ziel seiner Reise ankam, fehlte kein Gramm seiner Ladung.
Einige Kinder hatten dem Nikolaus Bilder gemalt. Darüber freute sich der Heilige sehr. Dann nahm er auf einem Stuhl Platz und bat einen Jungen, sich neben ihn zu stellen und den Bischofsstab zu halten. Denn er, der Nikolaus, brauche seine beiden Hände nun zum Geschenke verteilen. Einzeln traten die Kindergartenkinder vor ihn und bekamen ihr Präsent überreicht.
Bevor er die Adventfeier verlassen konnte, baten ihn noch viele Eltern, ob sie ein Bild mit ihrem Kind und dem Nikolaus machen dürften. Natürlich stimmte er zu und so kam es noch zu einer Foto-Session vor dem leuchtenden Weihnachtsbaum im Gemeinschaftsraum.
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Katholische Kita Herz Jesu Diez
Der Nikolaus stand, wie verabredet, vor der Kita-Tür. Aber keiner öffnete. Was war passiert? Nach einiger Zeit kam eine Erzieherin und berichtete von niesenden und husteten Kindern, manche auch mit Bauchschmerzen. Aus dem Grund war die Kita für einige Tage geschlossen. Unverrichteter Dinge zog der Nikolaus von dannen.
Nach einer Woche kehrte er zurück. Und diesmal waren (fast) alle da. Im Turnraum hatten sie sich versammelt und freuten sich schon, dem Heiligen ihre einstudierten Lieder und Gedichte aufzusagen. Doch bevor es soweit war, ließ der Nikolaus erstmal ein Geburtstagsständchen anstimmen. Denn ein Junge feierte seinen 6. Geburtstag. "Du bist ein großes Kind und kommst im Sommer in die Schule", stellte der Heilige fest.
Und dann erzählte er, wie bei allen anderen Besuchen auch, von seinen guten Taten.
"Oh, da ist ja auch der Weihnachtsmann oder besser Weihnachtsfrau", stellte er anschließend fest. Ein Mädchen hatte sich passend zur Feier ein Weihnachtsfrau-Kleidchen und Zipfelmütze angezogen. Und so konnte Nikolaus gut die unterschiedliche Kleidung erklären. Nachdem er die Geschenke überreicht hatte, verabschiedete er sich und versprach, auch 2026 wieder zu Besuch zu kommen. Dies quittierten die Kinder mit tosendem Beifall und Jubel.
gemalte Bilder für den Nikolaus (Kath. Kita Diez)
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