John Manickaraj
Pfarrer
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In seiner Predigt stellte Pfarrer John Maria ganz lebensnah vor: Maria war eine Frau, die nicht bei sich selbst stehen blieb, sondern sich auf den Weg zu anderen Menschen machte. Sie vertraute auf Gott, auch wenn sie nicht wusste, was ihr Leben bringen würde. „Wir müssen nicht den ganzen Weg kennen. Es reicht, wenn wir wissen, mit wem wir unterwegs sind“, war die Botschaft. Maria zeigt uns: Unser Leben hat ein Ziel – und unsere Hoffnung ist bei Gott.
Nach dem Schlusssegen fand die traditionelle Kräutersegnung statt. Dabei lud Pfarrer John besonders die anwesenden Kinder nach vorne ein und erzählte ihnen auf kindgerechte Weise die alte Legende, die mit dem Fest Mariä Himmelfahrt verbunden ist.
Nach dem Tod Marias, so erzählt die Tradition, wurde Maria von den Jüngern bestattet. Einige Jünger waren bei der Beerdigung nicht dabei. Als sie später zurückkamen, wollten auch sie Maria noch sehen. Doch als sie in das Grab bzw. in den Sarg schauten, fanden sie dort nicht mehr den Leichnam, sondern Rosen und duftende Kräuter.
Aus dieser Überlieferung entwickelte sich die Vorstellung, dass Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Die Kräuter und Blumen wurden so zu einem schönen Zeichen für das Leben, das Gott schenkt und bewahrt.
Nach dem Gottesdienst waren alle zum traditionellen Umtrunk vor der Kirche eingeladen. Es war eine herzliche Begegnung der Gemeinde.
So wurde das Patrozinium zu einem rundum schönen Tag: ein Fest des Glaubens, der Gemeinschaft und der Freude – zur Ehre unserer Kirchenpatronin Maria.